Mein persönliches Fazit La Réunion

Gut 20 Jahre mag es her sein, als ich einen Artikel in einer renommierten Zeitschrift über La Réunion gelesen hatte. Dieser Beitrag machte mich sehr neugierig, doch irgendwie verschwand er für Jahre aus meinem Gedächtnis. Erst als ich in Vorbereitung auf meine mehrwöchige Urlaubsreise in Internetforen und Reiseblogs stöberte, stolperte ich wieder über einen Eintrag über den wohl einsamsten Flecken Erde Frankreichs. Wo der wohl liegen würde? Nicht etwa auf dem europäischen Kontinent, sondern fast 12 Flugstunden entfernt im Indischen Ozean. Ein Internetuser beschrieb ein kleines Bergdorf im Talkessel Mafate auf La Réunion. Und jetzt war meine Neugierde wieder voll entfacht. Die ausgiebige Recherche hatte sich gelohnt und über einige Umwege fand ich dann auch eine Möglichkeit relativ unkompliziert nach Saint-Denis zu fliegen. Mit der französischen Airline French Blue war mir ein angenehmer Flug von Paris Orly aus vergönnt und sofort nach der Ankunft in tropischer Wärme befand ich mich im Urlaubs- und Entdeckungsmodus. Nach neun Tagen auf der Insel ist mir klar geworden, dass ich damit erst einen kleinen Vorgeschmack auf noch mehr La Réunion bekommen habe. Ich habe selten einen Flecken Erde besucht, der mir persönlich so viel Abwechslung zu bieten hatte. Egal ob weißer Sandstrand, lauwarmes Meereswasser, eine schillernde Unterwasserwelt, grüne Berge und verschlungene Täler, Vulkanlandschaften, Serpentinen, klare Bergluft, kreolische Lebensart und Architektur oder ein schillerndes Nachtleben. La Réunion bleibt mir ganz sicher in sehr guter Erinnerung und auch wenn es vielleicht kitschig klingen mag, als mein persönliches Paradies auf Erden!

Doch leider gibt es auch Schattenseiten… Eine Sache hat mich immer wieder beschäftigt: Wie kann eine so kleine Insel eigentlich die steigende Einwohnerzahl samt ihrem hohen Lebensstandard verkraften? Unser Wohlstand macht auch vorm “Paradies” keinen Halt und insbesondere die Umweltverschmutzung und das steigende Müllproblem machen La Réunion zu schaffen. Ich habe dazu einen interessanten Artikel im Internet gefunden, den ich an dieser Stelle empfehlen möchte: Abfall und Abwasser als Problem auf beiden Inseln von Sören Dammann